Kommentar: Bayer steigerte im Jahr 2022 den Umsatz um gut 15 Prozent auf 50,7 Mrd. Euro und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um mehr als ein Fünftel auf 13,5 Mrd. Euro. Beide Werte liegen auf dem Niveau der Markterwartungen. Unter dem Strich stieg das Ergebnis mit 4,15 Mrd. Euro auf das Vierfache. Die Dividende soll nun – wie von Experten erwartet – um 40 Cent auf 2,40 Euro je Aktie angehoben werden. Nach den deutlichen Zuwächsen dürfte sich das Wachstum des Pharma- und Agrarchemiekonzerns im neuen Jahr verlangsamen. Denn der Rückenwind durch die außergewöhnlich hohen Preise für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat lässt weiter nach. Hinzu kommen höhere Kosten und Preisdruck bei einigen Medikamenten. Bereinigt um Effekte aus Wechselkursveränderungen und damit auf Basis der monatlichen Durchschnittskurse des Jahres 2022 soll der Umsatz 2023 zwischen 51 Mrd. und 52 Mrd. Euro landen. Das Ebitda soll 12,5 Mrd. bis 13 Mrd. Euro erreichen. Die Aktie reagierte mit leichten Abschlägen auf die Zahlen und die eher verhaltene Prognose. Ich sehe darin eine Kaufchance, denn der Titel birgt reichlich Phantasie hinsichtlich einer möglichen Aufspaltung.